Als Memelland beziehungsweise Memelgebiet (litauisch: Klaipėdos kraštas) wurde zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg jener Landesteil Ostpreußens bezeichnet, der nördlich der Memel gelegen ist, 1920 von den alliierten und assoziierten Hauptmächten unter französische Verwaltung gestellt und 1923 von Litauen annektiert wurde. Im deutschen Sprachraum wird der Begriff auch heute noch für diese Region verwendet.
Der 140 km lange und bis zu 20 km breite Landstreifen hatte 1939 145.000 Einwohner. Größte Stadt war Memel (lit.: Klaipėda) mit 40.000 Einwohnern, gefolgt von Heydekrug (lit.: Šilutė) mit 5.000 Einwohnern und Pogegen (lit.: Pagėgiai) mit 2.800 Einwohnern.
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09 Memelgebiet
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